Ihr Kinderwunschzentrum an der Gedächtniskirche

Telefon: 030 - 219 092 0

Ein unerfüllter Kinderwunsch zehrt an den Nerven, oft über Jahre, oft mit dem Gefühl, dass die Zeit gegen einen läuft. Das Kinderwunschzentrum an der Gedächtniskirche begleitet Paare und alleinstehende Frauen seit 1999 mit den beiden zentralen Methoden der künstlichen Befruchtung. Wir sind Mitglied im Deutschen IVF-Register (D·I·R) und im FertiPROTEKT-Netzwerk.

IVF/ICSI-Durchführung in einem Labor

Was ist der Unterschied zwischen IVF und ICSI?

Beide Methoden unterscheiden sich in einem einzigen, entscheidenden Schritt. Bei der IVF (In-vitro-Fertilisation) bringen wir Eizellen und aufbereitete Spermien im Labor zusammen und überlassen die Befruchtung dem natürlichen Wettlauf der Samenzellen. Bei der ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) spritzt unser Labor ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle. Danach führen beide Verfahren zum selben Ziel: dem Embryotransfer in die Gebärmutter.

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.

MerkmalIVFICSI
BefruchtungSpermien befruchten die Eizelle selbstEin Spermium wird in die Eizelle injiziert
Typischer Anlassverschlossene Eileiter, unklare Ursachestark eingeschränkte Samenqualität
Vorbehandlung der Frauhormonelle Stimulationhormonelle Stimulation
Weiterer Ablaufidentisch (Embryotransfer)identisch (Embryotransfer)

Welche Methode für Sie infrage kommt, hängt vom Befund beider Partner ab. In vielen Fällen entscheidet erst das Spermiogramm, ob wir zur IVF oder zur ICSI raten.

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Wann ist IVF, wann ICSI die richtige Methode?

Die IVF ist der klassische Weg, wenn die Eileiter verschlossen sind, eine Endometriose vorliegt oder andere Behandlungen wie die Insemination nicht zum Erfolg geführt haben. Voraussetzung ist eine ausreichende Samenqualität, denn die Spermien müssen die Eizelle aus eigener Kraft befruchten.

Die Spermieninjektion kommt zum Einsatz, wenn die Samenqualität stark eingeschränkt ist, also bei geringer Anzahl, Beweglichkeit oder Form der Spermien. Auch bei fehlenden Spermien im Ejakulat gibt es einen Weg. Über eine testikuläre Spermienextraktion (TESE) gewinnen wir Spermien direkt aus dem Hodengewebe.

Ein Sonderfall betrifft Paare mit einer bekannten genetischen Vorbelastung. Dr. Bloechle behandelt diesen Bereich seit vielen Jahren als Schwerpunkt und ergänzt IVF und ICSI bei Bedarf um eine Polkörper- oder Präimplantationsdiagnostik.

„Eine IVF oder ICSI mag nach kühler High-Tech-Medizin klingen, aber für uns ist sie hochpräzise Handwerkskunst mit Herz. Mit über 20 Jahren Erfahrung und modernster Labortechnik begleiten wir Sie Schritt für Schritt – mit der medizinischen Perfektion und der menschlichen Wärme, die es für dieses Wunder braucht.“

Dr. med. Matthias Bloechle, Spezialist für Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie am Kinderwunschzentrum an der Gedächtniskirche

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Weitere Informationen

Wie läuft die Behandlung ab?

Eine Behandlung folgt bei beiden Methoden demselben Ablauf und erstreckt sich über etwa zwei bis drei Wochen bis zum Embryotransfer. Am Anfang steht die hormonelle Stimulation der Eierstöcke, damit mehrere Eibläschen heranreifen. Ultraschall- und Blutkontrollen begleiten diese Phase.

Sobald die Eibläschen reif sind, lösen wir den Eisprung aus und entnehmen die Eizellen in einer kurzen Punktion. Im Labor findet nun der eigentliche Unterschied zwischen IVF und ICSI statt: die Befruchtung. Die befruchteten Eizellen entwickeln sich anschließend im Brutschrank zu Embryonen, die wir in einem schmerzlosen Eingriff in die Gebärmutter zurückgeben. Nach dem Transfer stützen wir die zweite Zyklushälfte mit Hormonen, um die Einnistung zu unterstützen.

Ablaufdiagramm einer IVF- oder ICSI-Behandlung in sechs Schritten: hormonelle Stimulation, Eizellentnahme, Befruchtung im Labor, Embryonenkultur, Embryotransfer und hormonelle Unterstützung der Einnistung.
Die sechs Schritte einer IVF- oder ICSI-Behandlung von der Stimulation bis zur Einnistung.

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Wie hoch sind die Erfolgschancen?

Die Erfolgschancen hängen vor allem vom Alter der Frau ab. Laut dem Deutschen IVF-Register lag die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer insgesamt im Frischzyklus 2024 bei 30,5 Prozent, im Auftauzyklus bei 31,5 Prozent (Quelle: Deutsches IVF-Register, Jahrbuch 2024).

In der Gruppe der 30- bis 34-Jährigen liegt die Chance auf eine Schwangerschaft pro Transfer bei rund 39 Prozent, die Geburtenrate bei etwa 31 Prozent. Zwischen 41 und 44 Jahren sinkt die Schwangerschaftsrate auf 17,1 Prozent und die Geburtenrate auf 9,3 Prozent (Stand: Jahrbuch 2024).

Deshalb gilt: Je früher Sie eine Abklärung beginnen, desto besser stehen die Chancen. In einem persönlichen Gespräch ordnen wir diese Zahlen für Ihre Situation ein. Am Anfang steht dabei immer die erste Beratung.


Was kostet eine IVF- oder ICSI-Behandlung?

Die Kosten hängen von der Methode, der benötigten Hormondosis und ergänzenden Laborleistungen ab. Als Orientierung: Ein IVF-Zyklus kostet in Deutschland ohne Medikamente meist zwischen 3.000 und 5.000 Euro, eine ICSI liegt wegen des aufwendigeren Laborschritts rund 1.000 bis 2.000 Euro darüber (Stand: 2026, marktübliche Spanne). Die genauen Kosten Ihrer Behandlung besprechen wir individuell.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel 50 Prozent der Kosten für bis zu drei Versuche, wenn die Voraussetzungen nach § 27a SGB V erfüllt sind. Dazu zählen unter anderem eine Ehe, ein Mindestalter von 25 Jahren sowie eine Altersgrenze von 40 Jahren bei der Frau und 50 Jahren beim Mann.

Ein wichtiger Hinweis für Berlin: Das Landesförderprogramm zur assistierten Reproduktion nimmt für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 keine neuen Anträge mehr an (Quelle: LAGeSo Berlin, Stand Juli 2026). Zu Ihrem persönlichen Anspruch beraten wir Sie im Erstgespräch.

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Kinderwunsch für alle Familienformen

Im Kinderwunschzentrum an der Gedächtniskirche behandeln wir heterosexuelle Paare, lesbische Paare und alleinstehende Frauen mit Kinderwunsch. Beide Methoden stehen dabei allen offen, bei Bedarf mit Spendersamen aus einer Samenbank.

Was uns auszeichnet, ist die Verbindung aus langjähriger Erfahrung und moderner Diagnostik. Vor jeder Behandlung steht eine gründliche Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch. Dr. Bloechle betreut den Schwerpunkt genetische Diagnostik und Präimplantationsdiagnostik. Mit dem CatSper-Test bieten wir zudem eine neue Untersuchung für Fälle an, in denen das Spermiogramm unauffällig ist und die Ursache der Unfruchtbarkeit dennoch unklar bleibt. Für unsere Arbeit trägt die Praxis das Siegel „Fokus Gesundheit 2026“.

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FAQ zu IVF und ICSI

Was ist der Unterschied zwischen IVF und ICSI?

Bei der IVF befruchten die Spermien die Eizelle im Labor selbst. Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle gespritzt. Die ICSI wird vor allem bei eingeschränkter Samenqualität eingesetzt.

Was kostet eine IVF- oder ICSI-Behandlung?

Ein IVF-Zyklus kostet in Deutschland ohne Medikamente meist zwischen 3.000 und 5.000 Euro, eine ICSI liegt rund 1.000 bis 2.000 Euro darüber. Gesetzliche Kassen übernehmen unter den Voraussetzungen des § 27a SGB V in der Regel die Hälfte für bis zu drei Versuche.

Wie viele ICSI- oder IVF-Versuche sind sinnvoll?

Die Krankenkassen finanzieren anteilig bis zu drei Versuche. Wie viele Versuche medizinisch sinnvoll sind, hängt von Alter, Befund und dem Verlauf der bisherigen Behandlungen ab und besprechen wir individuell.

Wie hoch sind die Erfolgschancen einer IVF oder ICSI?

Laut Deutschem IVF-Register liegt die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer bei rund 30 Prozent, mit deutlichem Altersvorteil für jüngere Frauen. Bei den 30- bis 34-Jährigen sind es etwa 39 Prozent pro Transfer.

Übernimmt die Krankenkasse die ICSI auch für unverheiratete Paare?

Die anteilige Kostenübernahme nach § 27a SGB V setzt eine Ehe voraus. Unverheiratete Paare und Selbstzahler beraten wir zu den individuellen Kosten und möglichen Alternativen.

Ist der Embryotransfer schmerzhaft?

Nein. Die Rückgabe der Embryonen in die Gebärmutter ist ein kurzer, schmerzloser Eingriff. Die Eizellentnahme verläuft ebenfalls schonend, auf Wunsch unter leichter Narkose.

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